SoSue

JULIA, unsere Frau in Berlin

Journal, Kennst Du schon?Julia Malik

Als meine herrlich verrückte, leidenschaftliche und wie sich hiermit zeigen wird, auch sehr mutige Freundin Sue mich fragte, ob ich Lust habe, bei ihrem Onlinemagazin mitzumachen hatte ich sofort Lust. Vielleicht weil ich so etwas noch nie gemacht habe und ich es bestimmt nicht kann. Das reizt mich immer. Das neue Unbekannte. Was dann aber gar nicht stimmte, weil ich ja nicht als rasende Reporterin durch die Gegend düsen und Journalistin spielen werde (das hochstaplerische, ja kriminelle Element hatte mich gereizt) , sondern unser Plan war dann doch sehr schnell, dass ich einfach das tue, was ich immer mache, und darüber schreibe. Was ich auch immer tue. Den kleinen Unterschied, dass es sich diesmal nicht um Tagebücher oder Theatertexte im Pseudonym oder von Regisseuren unter ihrem Namen gedrehte Filmszenen handelt, sondern im für mich sehr nackt anfühlenden Internet, also diesen Unterschied werde ich jetzt einfach der modernen Zeiten zuliebe ignorieren. Und Sue und ihre Profis, die ja eine erweiterte Magazinkultur haben, müssen mich dann einfach immer zusammenstreichen!

Und weil sie da in ihrer Eppendorfer epizentrischen Superzentrale ihrem Hamburger Wesen gar nicht entkommen können, hatte ich sofort den Wunsch, ihnen Berlin entgegenzusetzen oder vielmehr mein Berlin. Ich möchte über das schreiben, was ich hier erlebe, wen ich hier treffe und was mich begeistert. Es wird dabei um Themen gehen, die mich und mein Berlin ausmachen, eine wüste Mischung von Musikern, Theater und Film, Designern oder nein, vielmehr ein bisschen zu erzählen über die herrlichen Menschen und Kleider, die diese Stadt ausmachen.  Kein Plan. Dafür müssen die Hamburger Profis sorgen!

Mein Profidasein habe ich schließlich auch aus Hamburg, ich habe da vier Jahre lang Schauspiel studiert an der Hochschule für Musik und Theater, und tatsächlich, ich bin immer wieder davon begeistert, lag unsere Villa (also die Hochschule) direkt an der Alster direkt neben Jil Sander. Sie wohnte da und arbeitete da auch. Ich lernte an der Hochschule nicht nur Rollenarbeit und sprechen und fechten, Maskenarbeit in Unterhosen und rebellische Aufstände gegen festgefahrene Bereichsleiter (Ensemblearbeit), sondern auch Geige.  Geige spiele ich ja seit meinem sechsten Lebensjahr und die Musik ist immer meine große heimliche Freude, auch die in Berlin und da wird es sicher auch die eine oder andere Band geben, mit der ich spiele und von der ich dann erzählen werde. 

So waren es in meinem Studium die Welten der Musik und Schauspielerei, die mich interessierten und dann trat auf einmal, viel später, die Mode als eigenes Wesen aus dem Körper von Theaterkostümen und Secondhandladen-Sucht, und ich merkte, ach, ja, es ist eine eigene Leidenschaft, die zwar sehr viel mit Film und Theater und Kunst zu tun hat, aber auch ein ganz eigenes und mich manchmal sehr faszinierendes Leben führt, das ich unbedingt mitkriegen will. Also schreibe ich natürlich auch über das, was mich an Mode interessiert und die Designer oder Events, die ich erlebe!

 

Ich lebe hier mit meinen zwei Kindern im Osten von Berlin und obwohl ich die Kinder selbst aus jeder Art von Öffentlichkeit raushalten werde, kann ich jedoch mich als Mensch nicht beschneiden, also als die, die ich bin, Schauspielerin, Musikerin, mit Mode und Kunst durch die Gegend hopsend und eben das volle Programm einer Mutter, die Dröhnung von frühem Aufstehen, geliebte Menschen durch die Gegend scheuchen („Aufstehen! Anziehen! Haare bürsten! Zähne bürsten! Nein! Erst mal essen! Jetzt essen! Das Giraffengehege bauen wir später noch mal auf. Nein! Versprochen! Doch, Ihr müsst heute in die Kita und Schule, ich muss zur Probe! Nein, das ist kein Fieber! Anziehen! …“) das geht ja dann endlos weiter, bis ich um viertel nach acht nassgeschwitzt vor der zweiten Betreuungseinrichtung des Morgens stehe. Okay, arbeiten arbeiten arbeiten und ja, auch mal ne Fußpflege dazwischen, dann AbholenEinkaufenTanzenGeigenstundeJudoKochenZähne nachputzenVorlesen und mit Allem einfach Allem auf die Minute genau um acht Uhr fertig sein, sonst ist der nächste Morgen unschaffbar. Und wenn mich danach eine Bluse, ein Drehbuch, ein Mensch oder ein Restaurant noch immer interessiert, dann ist er sie es so gut, dass ich darüber erzählen werde. Also es wird mein spezielles Berlin sein, wo ich auch mal mit Arrabiata-Kochgeruch im Kleid (nach dem KochenInsbettbringen) auf einer Ausstellung rumstehe,  und mich dann mein Bruder mit dem Motorrad nach Neukölln in unsere Lieblingseckkneipe entführt.  

Das ist also der Plan! Ich freue mich sehr darauf. Und werde mit einer kleinen persönlichen Liebeserklärung an meine kleine große Stadt anfangen.

Aber das ist bestimmt nicht die letzte. Ich hab ja noch nicht übers Wesereck geschrieben und nicht über Kimchi Princess und noch über keinen in Berlin gekauften Lieblingsschuh.

Zu unserem SoSUE Shop gelangt ihr hier.

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