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ONE DANCE

Psych To Go, LebenMareike Brünig

Wenn man ganz sicher ist, dass man sich verfahren hat, ist man richtig. Heute ist ein regnerischer Samstagabend in Berlin-Mitte und ich lese das aktuelle Süddeutsche Magazin mit einem Bericht über den Künstler Erwin Wurm, das eben genau mit diesen Worten beginnt: Wenn man ganz sicher ist, dass man sich verfahren hat, ist man richtig. Apropos fahren! Schon früh lernte ich: Man steuert immer genau auf die Dinge zu, die man im Blick hat. Dass das schon mal holprig werden kann, liegt auf der Hand, denn wo liegen keine Steine? 

Aber fahren wir vorne los. 

Als kleines Mädchen lernte ich das Autofahren auf dem Schoß meines Papas. Mit unserem blauen Käfer fuhr ich durch die Gegend und das fühlte sich ganz großartig an! Vielleicht weil ich wusste, dass da immer jemand ist, der meine Entscheidung korrigieren konnte, sollte ich mal eine Kurve falsch eingeschätzt haben oder Ähnliches. Ich hatte also (s)eine Sicherheit. Als Kind der 80er Jahre hatten meine Schwester und ich ansonsten sämtliche Freiheiten, die man sich wünschen konnte. Zu jeder Zeit konnten wir erfolgreich tun oder lassen, was wir wollten – und damit sind wir sicher nicht alleine.

Zurück zum Thema. Das Leben sieht für uns alle vor, dass wir groß werden! Irgendwann sitzen wir alleine hinter dem Steuer und bestimmen unseren Weg. Und ja, selbst die, die meinen, dass sie das nicht (mehr) können, weil sie mittlerweile selbst an der Reihe sind, anderen das Fahren zu lehren, oder sich eben festgefahren fühlen in ihrem Leben, tun das – auch wenn ihnen das eventuell gar nicht so bewusst ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Komischerweise sind wir Menschen so gestrickt, dass wir all zu oft genau das wollen, was wir nicht haben. Ich z.B. hatte mir immer entgegen aller Freiheiten, die ich hatte, eine klare Richtung gewünscht. Vielleicht so etwas wie ein vorgegebenes Ziel, auf das ich zusteuern konnte ohne große Umwege oder sonstigen Komplikationen. Mit Letzteren hat das gar nicht immer zu tun, sondern es ist eher die Anzahl an Möglichkeiten, die einem in der Vielzahl schon mal die klare Sicht nehmen können.

Anders als vor Jahren, in denen vieles deutlich vorbestimmter war, egal mit welchem Ziel, können wir heute wählen. Eine Wahl hat immer mit Alternativen zu tun, die eben zur Möglichkeit stehen und so kommt es nicht selten vor, dass man hier steht und sich fragt: Welche Richtung schlage ich ein? Sobald man sich dann auf den Weg macht, geht es weiter und zwar mit etwas Neuem, das einen in den meisten Fällen beschäftigt, nämlich: Wo führt das Ganze überhaupt hin? Und, der Klassiker, ist es das, was ich tatsächlich möchte?

Das Gute (ok, wie man es nimmt), wir können nie alle Möglichkeiten nutzen! Schon gar nicht gleichzeitig. Umso wichtiger ist es also, ein eigenes Ding zu machen und das kann man eben nur, wenn man mal Verschiedenes ausprobiert. Am Anfang weiß man nie, was am Ende herauskommt. Und weil dem so ist, sollten wir einfach mal mutig sein und uns trauen, neue Wege zu gehen, zu fahren, zu tanzen! Denn ganz ehrlich, wenn es immer nur geradeaus gehen würde, wäre man auch nicht happy, weil man dann bestimmt einen vor sich hätte mit dem Aufkleber: Langsam, aber vor dir! 

So oder so führen alle Wege nach Rom und solange wir uns mit unseren Schritten selbst sicher fühlen, sind wir immer auf dem richtigen Weg … Egal, wie die aussehen! Gehört eben alles mit zum Tanz dazu!

In diesem Sinne HAPPY WEEKEND

Autofahren liebe ich nach wie vor! Das war z.B. zu meinem 30ten Geburtstag vor zwei Jahren.

Autofahren liebe ich nach wie vor! Das war z.B. zu meinem 30ten Geburtstag vor zwei Jahren.

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