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Beach Butt - Ärsche sind die neuen Brüste

BeautyStefanie WilkeComment

Ein Geständnis vorne weg: Ich studiere am Strand die Hinterteile anderer Menschen. Ich kann einfach nicht anders. Brüste sind mir nicht egal, aber mein Guck-Reflex hat keinen Vorder-Antrieb. Ich mag Ärsche. Gender unabhängig. Da bin ich ganz korrekt. 

Vor wenigen Wochen dachte ich beruflich über Fitness-Trends nach, dabei brachte es ein von mir geschätzter Kollege auf den Punkt: Ärsche sind die neuen Brüste.

Beach Butt - Ärsche sind die neuen Brüste

Überflüssig zu erwähnen, dass wir uns im Zusammenhang der branchenüblichen Aufgabenstellung nicht mit der #MeToo-Debatte aufhielten. Keiner der Anwesenden fühlte sich sexuell belästigt, diskriminiert oder falsch verstanden. Wir alle dachten seit Tagen nur an die positiven Auswirkungen von regelmäßiger Bewegung auf Körper und Geist, blätterten meterweise Magazine, lasen Studien, checkten Blogs, tauschten uns über die persönlichen Sport-Erfahrungen, Niederlagen und Triumphe aus. Dabei kann man nun nach einer Weile ganz hübsch ballaballa werden.

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Im Zuge dieser Recherchen und Themeneinseitigkeit geriet mein Hinterteil in den Fokus und ich bemerkte, dass mein Gluteus Maximus etwas liebevolle Aufheiterung vertragen würde, sprich: meine Po-Muskulatur war gen Süden abgerutscht. Sommer und Süden vertragen sich zwar ganz wunderbar, aber nicht wenn es um schlaff werdende Hinterteile geht. Unfassbar, unvorstellbar, unhaltbar für ein Nordlicht. Nicht so knapp vor der Strandsaison! Das Gute an Muskulatur ist, dass sie, einmal austrainiert, recht schnell wieder zu beleben ist. Trotzdem, ich hatte ein Zeitproblem, etwas Hochwirksames musste her. Ein mit minimalistischem Aufwand produziertes Youtube-Video bescherte mir die Lösung: das „Ten Minute Beach Butt Workout“ von Alexis Ren. Die junge Dame hatte an der Seite von Beachbeau Jay Alvarrez Prominenten-Status erlangt, das Blaue-Lagunen-Traumpaar brachte es in den Disziplinen Wellenreiten & Lovestory auf immerhin 29 Millionen Aufrufe pro Video. Alexis macht aktuell, nach der Trennung von Jay (der hat jetzt einen Welpen) eine Solokarriere und ihre Workouts sind kurz, schweißtreibend, sympathisch und enorm effektiv.

Während meiner ersten 10-Minuten-Verabredung mit Alexis lachte ich hysterisch vor Anstrengung. Der Muskelkater am folgenden Tag war saftig vielversprechend und dadurch tolerierbar. Alle zwei Tage turnte und schwitzte ich, ich sagte immer: Alexa schalte mir Alexis an, aber Alexa fühlte sich verarscht. Rasch wusste ich welche Übung Alexis als nächstes absolvierte, der 30-Sekunden-Signalton kam nun schneller und wurde nicht mehr von mir winselnd herbeigesehnt. Ich stockte auf, hängte noch das Bauchmuskeltraining von Alexis mit dran, es ist höllisch gut.

Während der besagten Recherchen las ich auch, wie man die höchste Ebene von Motivation erreicht. Es ist nicht das Trainingsziel, das man vor Augen haben sollte. Vielmehr geht es darum zu verinnerlichen, wie gut es tut, etwas für sich selbst zu tun. Da genügen kleine Einheiten. Hauptsache man bleibt dran. Und vielleicht ist mein Hintern nun nicht tatsächlich fester – aber er fühlt sich insgesamt also holistisch-kosmisch-egozentriert-trainiert deutlich besser an. Es ist nie verkehrt, den Hintern zu bewegen.


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